Fast scheint mir, die Anderen haben längst gewonnen. Zu massiv tauchen all diese neokonservatven Topoi nun auch auf der Linken auf – diese Gängelung von Zersetzung, Beliebigkeit, Denkoffenheit, Pluralität und nun auch noch der Vorwurf, man würde Traditionen ignorieren.
Auch das haben die Postmoderne und Habermas gleichermaßen dargestellt: Traditionen eignet man sich an, geht aktiv mit ihnen um, unterwirft sich jedoch nicht. Verbleibt im Modus der Kritik, ohne christliche Selbstkasteiung fortzuschreiben, und gesteht sich Emotionalität und Intensität auch zu.
Gibt man all das preis, dann überlässt man den Neokonservativen das Feld und wird ggf. selbst einer.