...
Chavezwatch: Schon zwei, drei Wochen alt, aber äußerst erhellend ist der Reisebericht von Jon Lee Anderson im New Yorker. Wobei es hier mal nicht um den unmittelbar bevorstehenden Kollaps der Chavez-Regentschaft geht - die macht hier einen recht vitalen Eindruck, was beim aktuellen Ölpreis ja kein Wunder ist. Teilweise sehr komisch sind die Nahbeschreibungen, vor allem die eines Krisengipfeltreffens südamerikanischer Staatschefs anläßlich eines drohenden Konflikts zwischen Kolumbien und den mittlerweile mehr oder weniger komplett boliviarischen Nachbarstaaten.
Sehr schön ist auch eine hoch postmoderne Szene, in der Chavez spontan live im Fernsehen die Verlegung einer Panzerdivision an die kolumbianische Grenze anordnet, skurril sind die Details zur vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem natürlichen Bruderstaat Venezuelas, Weißrußland, und bewegend der immer wieder väterlich mäßigende Einfluß von Fidel Castro. Dann tritt noch seine Ex-Frau auf, die jetzt mit einem Tennislehrer zusammen ist und droht, als Gegenkandidatin ums Präsidentenamt anzutreten. Falls gerade Drehbuchautoren an einer Groteske über internationale Politik arbeiten: da liegt die Meßlatte.
Sehr schön ist auch eine hoch postmoderne Szene, in der Chavez spontan live im Fernsehen die Verlegung einer Panzerdivision an die kolumbianische Grenze anordnet, skurril sind die Details zur vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem natürlichen Bruderstaat Venezuelas, Weißrußland, und bewegend der immer wieder väterlich mäßigende Einfluß von Fidel Castro. Dann tritt noch seine Ex-Frau auf, die jetzt mit einem Tennislehrer zusammen ist und droht, als Gegenkandidatin ums Präsidentenamt anzutreten. Falls gerade Drehbuchautoren an einer Groteske über internationale Politik arbeiten: da liegt die Meßlatte.
neuronal - 1. Jul, 22:42


