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Nach The Tracey Fragments stellt sich leichte Ratlosigkeit ein. Im Kopf funktioniert das Konzept - auch noch nach dem Film - jedenfalls besser als beim Ansehen. Formal sehr interessant mit den flexiblen Splitscreens und Überblendungen (muss ja eine Sauarbeit gewesen sein), Ellen Page kann einen authentischen Teenager spielen und der Soundtrack ist klasse und rettet über einige Längen. Aber dann stört auf der Storyebene so eine indiemäßige Tragikanhäufung, alle Charaktere sind mal wieder schwerst kontaktgestört, tun sich gegenseitig weh und wissen nicht warum, Traceys Eltern sind wandelnde Schatten: man kennt diese Klischees.
Auch wenn der Film bestimmt versucht, die Perspektive eines konfusen Teenagers zu evozieren; ein bißchen mehr von der Welt kriegt auch der eingeigelste Highschool-Outsider mit, glaube ich. Vielleicht liegt's daran, dass ich erst letzte Woche Paranoid Park gesehen habe, einen thematisch und strukturell verdammt ähnlich gelagerten Film, der irgendwie mehr Empathie in die Figuren investiert. Gus van Sant ist ja nun auch kein Naturalist, aber die Verbindung seiner Kunst zum Leben fühlt sich handfester und greifbarer an.
Auch wenn der Film bestimmt versucht, die Perspektive eines konfusen Teenagers zu evozieren; ein bißchen mehr von der Welt kriegt auch der eingeigelste Highschool-Outsider mit, glaube ich. Vielleicht liegt's daran, dass ich erst letzte Woche Paranoid Park gesehen habe, einen thematisch und strukturell verdammt ähnlich gelagerten Film, der irgendwie mehr Empathie in die Figuren investiert. Gus van Sant ist ja nun auch kein Naturalist, aber die Verbindung seiner Kunst zum Leben fühlt sich handfester und greifbarer an.
neuronal - 26. Mrz, 00:55


